Protokoll der Hauptversammlung des Vereins „Pro Stadtbibliothek“, 26. Mai 2016, 19 Uhr, Katharinensaal, St.Gallen 1. Begrüssung


Der Präsident, Christian Crottogini, begrüsst die Anwesenden und stellt fest, dass die Einladung zur
Hauptversammlung ordentlich ergangen ist. Er ergänzt die versandte Traktandenliste um den Punkt „Wahl der Revisorin“. Erika Hämmerli wird spontan mit Akklamation gewählt.
Die Traktandenliste wird ohne weitere Änderung genehmigt.

2. Genehmigung des Protokolls der Gründungsversammlung vom 20. Oktober 2014

Der Präsident fasst kurz das Protokoll der Gründungsversammlung zusammen. Er erinnert an die Idee, Engagierte und Interessierte aus dem Verein Freihandbibliothek und von der Bibliotheksinitiative in dem neuen Verein Pro Stadtbibliothek zusammen­zufassen mit dem Zweck, das Bibliothekswesen in der Stadt St.Gallen weiterzuentwickeln.
Das Protokoll wird ohne Gegenstimme genehmigt.

3. Jahresbericht 2015

Christian Crottogini blickt auf die politische Entwicklung im letzten Jahr zurück und zeigt insbesondere an den beabsichtigten Sparmassnahmen beim Café und bei der Stelle für die Koordination des Bibliothekswesens im Kanton auf, wie wichtig es ist, dass der Verein die Interessen von Nutzerinnen und Nutzern an den entsprechenden Stellen einbringt und vertritt.
    Christa Oberholzer berichtet von den Erfahrungen mit dem Bibliotheksprovisorium seit der Eröffnung der Bibliothek in der Hauptpost im Februar 2015. Die Rückmeldungen sind gut, die Nutzerzahlen steigen. Eine Herausforderung war die Zusammenarbeit der Teams und das Management der vielen Standorte. Katharinen hat mit der Neueröffnung im April 2015 an Aufenthaltsqualität gewonnen und verzeichnet sogar höhere Besucherzahlen als die Hauptpost. Dank der neuen kantonalen Bibliotheks­förderung konnte das Medienlabor realisiert werden und im November 2016 findet das erste Kinder- und Jugendliteraturfestival statt.
  Die Provisorien bleiben trotz allem provisorisch: Verbesserungsbedarf besteht bei der Aufstellung der Bestände, bei der Organisationsstruktur und bei der der Zusammenführung der Bibliotheken für Erwachsene und Kinder an einem gemeinsamen Standort.
   Eva Bachmann blickt auf die Veranstaltungen im Berichtsjahr zurück: Seit Mai 2015 findet jeweils am ersten Montag des Monats das Montagslesen im Café St Gall statt. Die Anlässe finden Anklang und sollen weitergeführt werden.
Am 4. November 2015 hielt Rudolf Mumenthaler, Bibliothekswissenschafter der HTW Chur, einen Vortrag zum Thema „Trends und Herausforderungen für Bibliotheken“. Darin entwarf er anregende Visionen für eine Bibliothek der Zukunft. Im Publikum sassen erfreulich viele Fachleute.
  Als Ausblick stellt Eva Bachmann das „Literaturlabor“ vor, das im Projektwettbewerb der St.Galler Kantonalbank eingereicht worden ist und hoffentlich Unterstützung bekommt.

4. Jahresrechnung 2015

Aktuell zählt der Verein rund 80 Mitglieder.
Christian Crottogini präsentiert die Jahresrechnung:
Kontostand am 1. Januar 2015:
Fr. 2‘998.75
Ausgaben 2015 (Honorare, Drucksachen und v.a. Webseite)
Fr. 4‘768.75
Kontostand am 31. Dezember 2015
Fr. 160‘58030
Grund für dieses Ergebnis ist das Erbe des Vereins Freihandbibliothek, das herzlich verdankt wird.
Erika Hämmerli verliest den Revisionsbericht. Sie beantragt die Genehmigung der Rechnung (mit einer Einschränkung betr. Sammelbuchungen) und die Entlastung der Rechnungsführerin.
Der Antrag wird einstimmig angenommen.

5. Wahlen

Christian Crottogini beantragt, den Vereinsvorstand in corpore zu wählen. Es sind dies: Christian Crottogini (Präsident), Katrin Bächle, Eva Bachmann, Markus Comba, Irene Ebneter, Karin Gemein­hardt, Marlen Hämmerli, Rupert Kalkofen, Clemens Müller, Esther Niedermann, Christa Oberholzer.
Der Vorstand wird mit Akklamation gewählt.

6. Ausblick

Christian Crottogini weist im Ausblick insbesondere auf die Tagung am 3. September 2016 im Raum für Literatur in der Hauptpost hin. Damit soll im Vorfeld der Wahlen die Gesamtbibliothek auf die politische Agenda gesetzt werden. Mit Vertretern von Politik (Stadt und Kanton) und Bibliotheks­initiative wird diskutiert, wie es weitergehen soll mit der grossen, gemeinsamen Publikumsbibliothek, für die der Kanton gemäss Bibliotheksgesetz bis 2019 ein klares Konzept vorlegen muss.

7. Varia

Es wird gefragt, ob und wie die Wyborada in die Gesamtbibliothek eingebunden wird. Christian Crotto­gini weist auf mehrere Bibliotheken der Stadt hin, die in der Hauptpost nicht dabei sind. Sie sind nicht vergessen und werden zu gegebener Zeit kontaktiert.

Schluss der Versammlung: 19.45 Uhr,
anschliessend Apero und Samuel Mosima mit dem Programm „Der Bauernhof“.
Protokoll: Eva Bachmann, 28.05.2016

 


 

Protokoll der Gründungsversammlung des Vereins «Pro Stadtbibliothek St.Gallen»Montag, 20. Oktober 2014, 19.30 Uhr, in den Räumlichkeiten der Freihandbibliothek

 

1) Begrüssung I Einführung

Der Tagespräsident, Christian Crottogini, schildert kurz die Gründe, welche die Impulsgruppe (Christa Oberholzer, Clemens Müller, Ralph Hug, Christian Crottogini) motivierte, zur Gründung eines neuen, eigenständigen Vereines einzuladen. Bedingt durch die Integration der Freihandbibliothek in die Stadtverwaltung aber auch des durch sie betriebenen Bibliotheksanteil in der Hauptpost, wird sich der bisher für die operativen Aufgaben zuständige «Verein St.Galler Freihandbibliothek» auflösen.
    Damit Bibliotheksnutzer und Nutzerinnen auch in Zukunft aktiv die Ausgestaltung des Bibliothekangebotes in der Stadt mitbestimmen können, müssen deren Interessen gesammelt und pointiert in die Diskussion eingebracht werden. Zudem gilt es, ergänzende Angebote zur Förderung des Interesses am «Buch» und damit der «Lesekultur» zu initiieren oder auch eigenständig zu lancieren.
    Um der Idee zu einer echten «Public library» zum Durchbruch zu verhelfen, sollte sich der Verein möglichst breit abstützen können. Mitgliederwerbung und gezielte, publikumswirksame Veranstaltungen sind darum wesentliche Aufgaben des Vereins.

 

2) Statuten

Die Statuten werden nach eingehender Diskussion in der vorliegenden Form einstimmig gut geheissen.

Wahlen
Präsident: Christian Crottogini

Vorstandsmitglieder
Christa Oberholzer
Dr. Clemens Müller
Ralph Hug
Alan Schmid
Eva Bachmann
Esther Niedermann
Dr. Rupert Kalkhafen
Markus Comba
lrene Ebneter

Weitere Personen, die ihr grundsätzliches Interesse an einer Mitarbeit bekundet haben, können an einer der nächsten Mitgliederversammlungen in den Vorstand gewählt werden.

 

3) Festlegung des Jahresbeitrages

Der Jahresbeitrag wird auf CHF 30 festgelegt.
 

4) Adressen etc.

Ziel ist ein Vereinspostfach zu eröffnen. Bis zu dessen Installation gilt die Adresse des Präsidenten auch als Vereinsadresse (Hinterlauben 10, 9000 St.Gallen I Tel. 079 406 83 09).
 

5) Mitgliederwerbung

Für den 10. November 2014, um 19.00 Uhr ist eine Besichtigung in den im Umbau befindlichen Räumlichkeiten der zukünftigen Bibliothek in der Hauptpost vorgesehen. 
    Anschliessend wird im Raum für Literatur der Hauptpost über die Zielsetzungen des Verein informiert. Zu diesem Anlass sind alle an der Entwicklung des Bibliothekangebotes in der Stadt eingeladen; insbesondere die bisherigen Mitglieder des Vereins «St.Galler Freihandbibliothek».
 

6) Mögliche konkrete Aktivitäten des Vereins I Anregungen durch die Teilnehmenden an der Gründungsversammlung

a) Organisation von Lesungen von Autoren und Autorinnen;
b) Lancierung von Erzählabenden für Erwachsene;
c) Vorstellung des «Innenlebens» einer Bibliothek (Fachinformationen zu Archivierungs- und Ablagesystemen, Verfahren für die Auswahl von Büchern, Unterstützung von Literatursuche durch das Internet, Bibliothekstypen etc); 
d) Präsentation der Entstehungsgeschichte und des Entstehungsprozesses für ein Buch; 
e) Spezielle Angebote für Pädagoginnen und Pädagogen bereitstellen; 
f) Aktionen durchführen, um vermehrt Personen in die Bibliothek in der Hauptpost zu lotsen (z.B. einen «roten Teppich» vom Bahnhof zum Eingang der Bibliothek legen ... ); 
g) Unterstützung für Personen organisieren, welche die Bibliothek nicht nutzen können (Buch-Service für Altersheime, Vorleserinnen und Vorleser rekrutieren für Sehbehinderte etc)
h) «Kultur-Tage", «Tage des Buches» initiieren. Um Synergien zu nutzen, könnten auch Kooperationen mit anderen Städten angestrebt werden. Spez. Hingewiesen wurde auch auf eine in Zofingen. bereits verwirklichte Idee, das Schwerpunktthema der Frankfurter Buchmesse – zeitlich koordiniert – in Form von Lesungen und Ausstellungen im Jahresprogramm aufzunehmen; 
i) Politisches Lobbing für die Anliegen der Bibliothek betreiben. 
j) Anschaffung von speziellen Medien I Organisation von Sponsoring für spezielle Angebote der Bibliotheken (z.B. Ausrüsten eines Raumes für die Förderung der Medien-Kompetenz – insbesondere auch im Umgang mit digitalen Möglichkeiten – bei Schulkindern aber auch Erwachsenen; 
k) Kinder- und Jugendliteratur-Festival

Für das Protokoll: 
Christa Oberholzer, Aktuarin
Christian Crottogini, Tagespräsident